IL TROVATORE MOTIVATION

WARUM KLASSISCHE BELCANTO-OPER

  • Weil wir bewusst diese Form des Musiktheaters an Menschen heranführen wollen, die grosse berühmte Opernhäuser aus welchen Gründen auch immer meiden, oder sich nicht leisten können.
  • Weil wir da unser volles Potential abrufen und grosse Erfahrung einsetzen können.

WARUM GIUSEPPE VERDI

  • Weil Verdi seine musikalischen Werke sehr szenisch denkt und führt.
  • Weil seine Musik tief eindringt, Emotionen weckt und die Zuschauer mitreissen kann.
  • Weil die Komposition auch reduziert, dennoch kraftvoll, ausgewogen und differenziert klingt.

WARUM «IL TROVATORE»

  • Der Troubadour ist mit den fünf Hauptfiguren aus unserem Sängerpool gut zu besetzen.
  • Die Chorstellen können perfekt herausgekürzt werden, ohne die Geschichte zu zerstören.
  • Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass sich die Geschichte gut auf eine andere Zeit/Epoche adaptieren lässt.

WARUM OHNE CHOR

  • Die boxopera begreift sich als Reisetheater. Es soll einerseits erschwinglich für Veranstalter und Besucher: innen sein. Auf- und Abbau sowie die Vorstellung dauern max. 15-18 Stunden, also ein Tag.
  • Die Chorstellen sind zwar oft berühmt und als Ohrwürmer komponiert, die Geschichte lässt sich aber auch gut ohne Chor erzählen, was für die Kürze des Abends wichtig ist.

WARUM EIN KLEINES ORCHESTER

  • Mit je fünf Streichern (1.+2. Violine, Viola, Cello, Bass) und fünf Bläsern (Querflöte, Klarinette, Oboe, Fagott, Horn) sind viele Farben enthalten, die Verdi komponiert hat. Die Klangfülle ist für die Spielstätten, die wir bespielen, perfekt.
  • Wir können vom Zeughaus Kultur in Brig-Glis bis zum Kurtheater Baden viele Kulturhäuser bespielen. Verschiedene Spielorte würden mit originaler Orchestergrösse nicht berücksichtigt werden können.
  • Dem finanziellen Aspekt muss Rechnung getragen werden. Wir bezahlen für das Orchester unsere Musiker: innen nach SMV-Tarif.

WARUM GEKÜRZT

  • Weil die Geschichte sich in zwei Stunden erzählen lässt, und so der Einstieg für Opern-Erstbesucher leichter fällt. Dies vor allem für jugendliche Besucher (Schüler: innen, Student: innen, usw.), aber auch für Publikum mit grossen Berührungsängsten zu dieser Kunstform.
  • Wir werden, wie in den letzten Inszenierungen, vermehrt mit Schulen zusammenarbeiten und jungen Menschen klassische Opern und anspruchsvolle Musik zumuten. Unsere Erfahrung aus der letzten Inszenierung zeigt, dass Jugendliche sehr wohl dafür zu begeistern sind.
  • Wir bekommen auch von Besucher: innen, die regelmässig in Opernhäusern verkehren, grosse Anerkennung und viel Lob für diese Form. Sie erfreut vor allem die Frische der Produktion und die Art und Weise des Herangehens an Komposition und Geschichte.

WARUM DIE 60ER-JAHRE IM SÜDEN ITALIENS

  • Il Trovatore ist im Original eine sehr verwirrliche Geschichte. Diese in eine Rivalität zweier Mafia-Familien zu transferieren, erleichtert dem Zuschauer der Handlung zu folgen, ohne ein Libretto gelesen zu haben.
  • Auf diese Thematik bezogen, treffen wir den Nerv der Zeit, wo Staaten weltweit nach eben diesem Mafia-System funktionieren. Dennoch lassen wir dem Publikum so die Wahl, welche aktuellen Regierungen nun genau gemeint sind.

WARUM EIN ZUSÄTZLICHER SCHAUSPIELER

  • Weil wir in den letzten Produktionen die Erfahrung gemacht haben, dass die Zuschauer der Geschichte leichter folgen, wenn sie sich an eine «leitende Figur im Stück» anlehnen können. In unserer Inszenierung ist der Schauspieler der Vater des Grafen Luna, sozusagen als «Pate» dieses Familienclans.
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